Häufige Fragen
Zehn Fragen, die uns fast jede Woche gestellt werden – mit den Antworten, die wir auch am Küchentisch geben.
Was kostet ein Makler beim Hausverkauf?
Die Courtage liegt in Sachsen üblicherweise zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Kaufpreises, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Wie sie aufgeteilt wird, hängt vom Auftrag ab.
Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an einen Verbraucher gilt seit Ende 2020 das Teilungsprinzip: Der Käufer darf nicht mehr zahlen als der Verkäufer. Viele unserer Aufträge laufen über eine reine Verkäuferprovision – für Käufer ist der Kauf dann provisionsfrei, was die Zahl der Interessenten spürbar erhöht. Was in Ihrem Fall gilt, besprechen wir offen, bevor etwas unterschrieben wird.
Wie lange dauert ein Hausverkauf?
Von der Beauftragung bis zum Notartermin sind drei bis sechs Monate realistisch, bei gut vorbereiteten Objekten in gefragten Lagen auch weniger. Die Übergabe folgt dann meist vier bis acht Wochen später, wenn der Kaufpreis geflossen ist.
Der größte Zeitfresser sind fehlende Unterlagen. Ein Energieausweis, der erst beantragt werden muss, oder ein Auszug aus der Bauakte kosten schnell sechs Wochen – Zeit, in der das Objekt nicht vermarktet werden kann.
Brauche ich einen Energieausweis?
Ja, in nahezu jedem Fall. Er muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen, und die Pflichtangaben daraus gehören in jedes Inserat: Art des Ausweises, Endenergiebedarf oder -verbrauch, wesentlicher Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Geregelt ist das in § 87 des Gebäudemodernisierungsgesetzes, dem früheren Gebäudeenergiegesetz.
Ausgenommen sind im Wesentlichen eingetragene Baudenkmäler und sehr kleine Gebäude. Fehlende Angaben im Inserat sind ein beliebtes Abmahnthema – wir kümmern uns darum, bevor das erste Foto online geht.
Was ist meine Immobilie wert?
Das entscheidet sich an vier Punkten: Lage, Zustand, Zuschnitt und dem, was vergleichbare Objekte in der Nachbarschaft zuletzt tatsächlich erzielt haben. Angebotspreise aus Portalen sind dafür der schlechteste Maßstab, weil sie nichts darüber sagen, ob zu diesem Preis verkauft wurde.
Unsere Einschätzung ist kostenfrei und unverbindlich. Sie bekommen eine Preisspanne, die Begründung dazu und eine Aussage zur voraussichtlichen Vermarktungsdauer.
Welche Kaufnebenkosten fallen in Sachsen an?
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Sachsen 5,5 Prozent des Kaufpreises. Dazu kommen rund 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch. Eine Käufercourtage fällt bei unseren aktuellen Objekten nicht an.
Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das rund 21.750 Euro, die Sie zusätzlich aufbringen müssen – aus Eigenkapital, denn Banken finanzieren in der Regel nur den Kaufpreis.
Kann ich eine vermietete Wohnung selbst beziehen?
Nicht ohne Weiteres. Ein Kauf bricht die Miete nicht: Sie treten in den bestehenden Mietvertrag ein. Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist möglich, aber an Voraussetzungen und Fristen gebunden, und bei umgewandelten Wohnungen greifen in vielen Gebieten zusätzliche Sperrfristen.
Prüfen Sie außerdem, ob im Mietvertrag ein Kündigungsausschluss vereinbart ist. Solche Klauseln laufen oft über Jahre.
Was ist ein Alleinauftrag und warum wollen Makler ihn?
Beim Alleinauftrag vermarktet ein Makler das Objekt exklusiv. Der Grund dafür ist nicht Bequemlichkeit, sondern Wirkung: Ein Objekt, das gleichzeitig bei vier Maklern liegt, erscheint in den Portalen mehrfach mit unterschiedlichen Preisen und Fotos. Käufer lesen das als „will unbedingt weg“ und verhandeln entsprechend.
Ein Alleinauftrag sollte befristet sein. Wir vereinbaren in der Regel sechs Monate mit der Möglichkeit, danach neu zu entscheiden.
Muss ich mein Haus vor dem Verkauf renovieren?
Selten. Große Sanierungen rechnen sich vor dem Verkauf fast nie – der Käufer bezahlt sie nicht in voller Höhe, weil er seine eigenen Vorstellungen hat.
Was sich lohnt, sind Kleinigkeiten: Der Keller wird leergeräumt, das Treppenhaus gestrichen, der Garten gemäht, tropfende Wasserhähne werden repariert. Das kostet ein Wochenende und verändert den ersten Eindruck stärker als eine neue Küche.
Was passiert mit einer geerbten Immobilie?
Bei mehreren Erben entsteht eine Erbengemeinschaft, und die kann nur gemeinsam verkaufen. In der Praxis scheitert das seltener am Preis als an der Kommunikation. Klären Sie früh, wer welches Ziel verfolgt – und wer die laufenden Kosten trägt, solange nichts entschieden ist.
Steuerlich wichtig: Die Spekulationsfrist des Erblassers läuft weiter. Hat er die Immobilie vor mehr als zehn Jahren gekauft, ist der Verkauf für Sie in der Regel steuerfrei.
Arbeiten Sie auch außerhalb Ihrer vier Städte?
Nein. Wir vermitteln in Grimma und dem Muldental, in Markkleeberg, in Leipzig und in Dresden. Anfragen von außerhalb geben wir an Kollegen weiter, statt sie mit halbem Wissen zu bearbeiten.
Das begrenzt unsere Reichweite – und ist der Grund, warum unsere Einschätzungen belastbar sind.
Ihre Frage war nicht dabei?
Rufen Sie an. Ein kurzes Gespräch klärt meist mehr als drei E-Mails.